Kaninchen: Achten Sie auf Verstopfungen

Elli haart mehr als sonst. Nein, krank ist sie nicht. Ein Fellwechsel ist nicht nur beim Hund, sondern auch bei Heimtieren wie Kaninchen üblich.

Im Frühjahr hat das alte Haarkleid ausgedient.

 

Auch Kälteeinbrüche und andere starke Wetterschwankungen können zu einem Fellwechsel führen. Zwar haaren die Tiere stark, dennoch kommt es im Normalfall nicht zu kahlen Stellen. Verschorfte oder haarlose Hautpartien sind indessen Indizien für einen Parasitenoder Pilzbefall und können auch auf eine Mangelerscheinung hinweisen. Hier ist der Tierarzt gefragt. Beim Putzen während eines Fellwechsels verschlucken die Langohren mehr Haare als sonst – schnell kann es dann zur Darm-Verstopfung kommen. Erste Anzeichen sind kleine „Köttelketten“, die das Kaninchen ausscheidet: kleine Köttel mit Haaren durchmischt erinnern an eine Perlenkette. Ein Tierarztbesuch ist ratsam. Der Tierarzt kann dann entscheiden, ob es sich tatsächlich um eine beginnende Verstopfung handelt.

 

Naturprodukte können helfen, aber besprechen Sie Ihr Vorgehen immer mit dem Tierarzt! Zum Beispiel sorgt Ananas- Diätsaft für eine weichere Beschaffenheit der Haare, so dass diese besser den Darm passieren können. Wenn Sie frische Ananasstücke verfüttern wollen, müsste das Kaninchen erst langsam daran gewöhnt werden.

 

Wichtig ist, möglichst schnell Durchfälle zu erkennen und den Tierarzt zügig zu Rate zu ziehen. Übrigens: Kaninchen, die mit Gras und Heu, Grünfutter und Gemüse ernährt werden und sich viel bewegen, haben seltener Schwierigkeiten mit Haarballen.