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Haarballen: Stau im Darm

Haarballen: Stau im Darm kann gefährlich werden

Maxi haart mehr als sonst. Nein, krank ist sie nicht. Ein Fellwechsel ist nicht nur beim Hund, sondern auch bei Heimtieren wie Kaninchen üblich. Im Herbst und im Frühjahr hat das alte Haarkleid ausgedient. Auch Kälteeinbrüche und andere starke Wetterschwankungen können zu einem Fellwechsel führen.

Zwar haaren die Tiere stark, dennoch kommt es im Normalfall nicht zu kahlen Stellen.Verschorfte oder haarlose Hautpartien sind indessen Indizien für einen Parasiten- oder Pilzbefall und können auch auf eine Mangelerscheinung hinweisen. Hier ist der Tierarzt gefragt. Beim Putzen während eines Fellwechsels verschlucken die Langohren mehr Haare als sonst – schnell kann es dann zur Darm-Verstopfung kommen. Erste Anzeichen sind kleine „Köttelketten“, die das Kaninchen ausscheidet. Am besten, Sie zeigen das Kaninchen Ihrem Tierarzt. Er kann dann entscheiden, ob es sich tatsächlich um eine beginnende Verstopfung handelt.

In Absprache mit dem Tierarzt können sogar schon Naturprodukte helfen, beispielsweise Tropfen Paraffin- oder Rapsöl. Das erleichtert den Abgang der Haare. Auch Stückchen frische Ananas und Kiwi sorgen für eine weichere Beschaffenheit der Haare, so dass diese besser den Darm passieren können. Die frischen Früchte enthalten das Enzym Bromelin. Wichtig ist es, lieber einmal mehr den Tierarzt zu Rate zu ziehen, bevor es zu Durchfällen kommt. Übrigens: Kaninchen, die mit Gras und Heu, Grünfutter und Gemüse ernährt werden und sich viel bewegen, haben seltener Schwierigkeiten mit Haarballen.