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Gründe, die für eine Kastration sprechen
Gründe, die für eine Kastration sprechen
Kaninchenfreunde wissen: Die Einzelhaltung von Kaninchen ist absolut nicht artgerecht. Deshalb ist der häufigste Grund, ein Kaninchen zu kastrieren, Nachwuchs zu vermeiden, wenn männliche und weibliche Tiere zusammengehalten werden. Vor allem zeigen Kaninchen oftmals aggressives (Territorial-)Verhalten, wenn sie im Alter von vier bis acht Monaten geschlechtsreif werden: Anfangs noch so niedliche Tiere beißen, kratzen und zerstören gerne Teile der Gehege-Einrichtung. Auch das Markieren mit Urin ist nicht selten.
Besonders stressig für Kaninchen und Halter gestaltet sich eine Scheinschwangerschaft. Manche Tiere fressen viel weniger als sonst und leiden an Magen- und Darmstörungen. Doch es gibt schwerwiegendere gesundheitliche Gründe, ein Kaninchen zu kastrieren. Für weibliche Tiere ist die Kastration in erster Linie eine sinnvolle Vorsorge gegen Gebärmutterkrebs und Brustkrebs. Häufig tritt in Kombination mit Gebärmutterkrebs der Brustkrebs auf.
Aber auch das Risiko, dass Gesäugetumore auftreten, ist je nach Familienstamm unterschiedlich hoch. Die Wahrscheinlichkeit kann bei 80 Prozent liegen. Eine Kastration verringert aber auch Risiken hinsichtlich weiterer Gebärmutter- oder (seltener) Hodenerkrankungen. Lassen Sie sich deshalb am besten in Ihrer Tierarztpraxis beraten, ob eine Kastration für Ihr Tier in Frage kommt und welcher Zeitpunkt empfehlenswert ist.