HD: Ganz sicher gehen – ist der Hund gesund?

Rein äußerlich ist eine Hüftgelenksdysplasie (HD) leider weder mit Sicherheit zu diagnostizieren noch auszuschließen. Hinweise können Bewegungsunlust, eiernder Gang oder Lahmheiten nach längerer Belastung sein.

Es handelt sich bei der Hüftgelenksdysplasie um eine zum großen Teil genetisch bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks.

 

Manche Hunde wollen nicht so sehr spielen und herumtoben wie die Wurfgeschwister, sie verhalten sich eher ruhig und schlafen viel. Manche Hunde wollen auch nicht ins Auto springen oder zögern beim Treppensteigen. Lahmheiten der Hintergliedmaßen können einseitig oder beidseitig auftreten.

 

Die Diagnose HD kann nur mit einer Röntgenuntersuchung unter kurzer Narkose festgestellt werden. Das HD-Röntgen des Junghundes ist die wichtigste Vorsorgeuntersuchung überhaupt. Schon bei dem geringsten Verdacht sollte man den Junghund (ab der 12. Lebenswoche) röntgen lassen, um Gewissheit zu haben. Besonders wichtig ist, dass zusätzlich eine Stress-Röntgenaufnahme (PennHIP) angefertigt wird, die die natürliche Belastung des Hüftgelenks nachahmt. Ist dabei das Hüftgelenk locker, so liegt definitiv eine HD vor.

 

Je früher die HD diagnostiziert wird umso besser! Mit der Schambein- Symphysiodese (bis zur 16. Woche) und der Dreifachen Beckenosteotomie DBO (ab der 24. Woche) bestehen sehr gute Chancen, dem HD-Hund natürliche, gesunde und lebenslang funktionale Hüftgelenke selbst in schweren Fällen zurückzugeben.


(Dr. Dieter Müller, Fachtierarzt für Chirurgie , 52525 Heinsberg)