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Läufigkeit der Hündin

Läufigkeit der Hündin: Beratung in der Praxis

Muss meine Hündin kastriert werden oder nicht? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Herrchen oder Frauchen. Wer nicht (mehr) züchten will, wird unweigerlich mit der Problematik konfrontiert. Die Läufigkeit einer Hündin – in der Regel zweimal im Jahr – ist mit mehreren unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden: Blutflecken, aufdringliche Rüden, ungewollte Schwangerschaft oder Scheinträchtigkeit. Dazu kommen u.a. das erhöhte Risiko krankhafter Veränderungen der Gebärmutter oder Tumore am Gesäuge.





Hormone als helfende Regulation

Die Läufigkeit kann durch eine Hormonspritze verhindert werden. Sie wird nach der ersten Läufigkeit verabreicht. Die Therapie muss in bestimmten Abständen wiederholt werden. Der Vorteil ist, dass die Hündin nicht operiert werden muss und bei Einstellung der Behandlung wieder trächtig werden kann. Die Scheinträchtigkeiten werden minimiert. Die Läufigkeitsspritze muss genau nach Terminplan gegeben werden, da sie sonst eine Gebärmutter-Entzündung auslösen kann.



Wenn eine Kastration unvermeidbar ist . . .

Ist aufgrund der tierärztlichen Diagnose, z.B. bei einer Dauerläufigkeit, eine Kastration vonnöten, lassen Sie sich umfassend in Ihrer Praxis beraten. Die Kastration ist die operative Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken. Eine Sterilisation, also nur die Unterbindung der Eileiter, ist nicht sinnvoll. Denn die Eierstöcke bleiben erhalten. Die Läufigkeit bleibt und Hormonstörungen können auftreten. Mit dem einmaligen Eingriff der Kastration verschwinden die Begleiterscheinungen einer Läufigkeit. Natürlich birgt eine Operation Risiken. Auch die Kastration hat Nachteile. So neigen die Tiere oft zu Übergewicht, da sie das Futter besser verwerten. Doch dieses Problem kann der Halter mit Ernährungstipps seines Tierarztes in den Griff bekommen. Bei manchen Tieren kann es zu Fellveränderungen kommen. In wenigen Fällen kommt es zu Inkontinenz.

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