Parasiten unterwegs: Tipps für den Tierhalter

Sobald das Thermometer zehn Grad Celsius erreicht, werden die Zecken aktiv. Zecken können zahlreiche Erreger auf Hunde übertragen und zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Der wichtigste Schutz ist ein Spot-on-Präparat. Zwar sind Impfungen möglich, die z.B. jeweils vor bestimmten Arten der Borreliose-Erreger schützen. Aber: Gegen einige verbreitete Krankheitserreger, die von Zecken übertragen werden, wie z.B. die der Anaplasmose oder Ehrlichiose, stehen keine Impfstoffe zur Verfügung.

 

Mit einem Spot-on oder einem Zecken/ Floh-Halsband wird der Hund nicht nur zusätzlich vor Borreliose, sondern auch vor anderen durch Parasiten übertragbare Erkrankungen geschützt: So genannte „Repellentien“ wirken abschreckend auf Flöhe und Zecken. Sobald sich der Parasit auf dem Hund niederlässt, hat er das Gefühl, auf einer heißen Herdplatte zu stehen und lässt sich sofort wieder fallen. Es kommt also gar nicht mehr zum Biss und zur Übertragung von Krankheitserregern. Die Zecke stirbt nach diesem kurzen Kontakt. Nach drei bis vier Wochen muss das Spot-on erneut aufgetragen werden, da es dann durch die natürliche Hauterneuerung herausgewachsen ist. Ein Halsband ist über Monate wirksam.

 

Bei Permethrin-Spot-ons ist eines zu beachten: Für Katzen sind Präparate mit diesem Wirkstoff hochgiftig. In Haushalten mit Katzen sollten diese nur beim Hund zur Anwendung kommen, wenn dieser von der Katze einige Stunden nach dem Auftragen getrennt werden kann, bis das Spot-on getrocknet ist.

 

Sicher ist sicher: Trotz Spot-on oder Halsband ist es empfehlenswert, nach jedem Spaziergang das Fell des Hundes nochmals gründlich nach Zecken zu untersuchen. Auch Zeckenzangen- oder hebel sollten Sie stets dabei haben, um den Parasiten zügig zu entfernen.

Impfungen gegen Borreliose & Co.

„Impfungen gegen Krankheitserreger, die von Zecken übertragen werden, können einen direkten Zeckenschutz (Spot-on) nicht ersetzen. In stark gefährdeten Regionen können sie jedoch als zusätzliche Maßnahme durchaus sinnvoll sein“, rät die Expertenorganisation ESCCAP. Betroffen sind dabei nicht nur Jagd- und Gebrauchshunde. Gerade Städter unterschätzen die Gefahr für ihre Hunde. Bei Fragen zur Borreliose-Impfung und für Informationen über Gebiete mit einer hohen Borreliose-Infektionsrate wenden Sie sich an Ihren Tierarzt. Lassen Sie sich am besten zum Zeckenschutz individuell beraten.

Fachinformationen von: www.esccap.de und www.virbac.de