Zeckenschutz nicht vernachlässigen

Weil beim Blutsaugen Speichel der Zecke in die Wunde gelangt, können auch gefährliche Krankheitserreger übertragen werden.

So überträgt zum Beispiel, der Holzbock, die bei uns häufigste Zeckenart, unter anderem die Borreliose und die – für Tiere weniger bedeutsame – Gehirnhautentzündung FSME. Daneben macht Tierärzten – so informiert aktuell die Bundestierärztekammer – die aus dem Mittelmeergebiet ein gewanderte Auwaldzecke Sorgen, denn sie breitet sich in Deutschland immer weiter aus und kann neben der Borreliose unter anderem auch die Babesiose übertragen. Die einzelligen Erreger wie Borrelien oder Babesien gelangen nach zwölf bis 24 Stunden durch den Speichel der Zecke ins Blut. Wichtigste Schutzmaßnahme ist es, den Hund nach einem Spaziergang im Grünen gründlich abzusuchen und die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen! Die größere und durch ihr geflecktes Rückenschild (darum auch „Buntzecke“) vom Holzbock zu unterscheidende Auwaldzecke bevorzugt lichte Wald- und feuchte Wiesenflächen. Weil die Gefahr einer Infektion infolge eines Zeckenbisses regional sehr unterschiedlich ist, sollte der Tierbesitzer sich vor einer Reise vom Tierarzt beraten lassen – er weiß auch, welche Abwehrmittel besonders sinnvoll sind.

 

Zur Vorbeugung ist es ratsam, Hund oder Katze bis zum Ende der Zeckensaison regelmäßig mit einem Spot-on-Präparat oder Wirkstoffhalsband zu behandeln.
Aber Achtung: Mittel, die Zecken abhalten oder sogar töten, können bei unsachgemäßer Anwendung für Katzen gefährlich sein! Darum die Präparate nur nach Beratung beim Tierarzt erwerben!
 

 

So wird die Zecke richtig entfernt:
Die Zecke mit einer Zeckenzange so dicht an der Einstichstelle wie möglich fest fassen ohne sie zu quetschen. Dann vorsichtig und möglichst gerade herausziehen. Ein Drehen sollte vermieden werden! Nagellack, Öl oder Ähnliches niemals auf die Einstichstelle und die Zecke träufeln! Das wurde früher geraten, begünstigt aber die Übertragung von Krankheitserregern, weil die Zecke durch den „Stress“ ihren mit Erregern „verseuchten“ Mageninhalt in die Wunde entleert. Achtung: Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt, kann sich diese Stelle entzünden. In diesem Falle unbedingt den Tierarzt aufsuchen!

 

Textquelle: www.bundestieraerztekammer.de