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Vor dem Welpenkauf gründlich informieren!
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Tierarzt Unfried - Illertissen
Vor dem Welpenkauf gründlich informieren!
Jetzt im Frühling boomt wieder das Geschäft mit Hundewelpen aus unseriösen deutschen und osteuropäischen Massenzüchtungen. Viele Tiere stammen aus Osteuropa und werden nach oft tagelangen Transporten in Deutschland verkauft. Häufig werden sie über Kleinanzeigen oder im Internet angeboten. In einer Mitteilung der hessischen Landestierschutzbeauftragten heißt es: „Die Tiere leiden oft unter schweren Infektionskrankheiten wie Staupe oder Parvovirose, da sie häufig nicht sachgerecht geimpft wurden. Zumeist übertragen sie zudem Parasiten wie Spul- oder Hakenwürmer, die insbesondere Kinder schädigen können. Zudem zeigen sich im Laufe des Heranwachsens oft schwerwiegende Erbeffekte oder auch Verhaltensstörungen. Diese zeigen sich in Überängstlichkeit, Unsicherheit gegenüber dem Alltagsgeschehen, Instabilität in ungewöhnlichen Situationen und nicht selten in Angst bedingtem Beißen.“ Der Grund für diese oft nicht behebbaren Störungen liegt in der menschenfernen, kargen Umgebung, in der die Tiere ihre ersten Lebenswochen verbringen. Oft wird der Begriff „Hobbyzucht“ von Händlern benutzt. Kaufen Sie
Der Begriff „Hobbyzucht“ wird oft missbraucht
niemals aus Mitleid einen Welpen im gewerblichen Hundehandel. Damit wird dieses Geschäft nur angekurbelt und weitere Tiere müssen leiden. Und ein billiger Welpe kann sich als äußerst teuer entpuppen, wenn er krank ist und langwieriger tierärztlicher Behandlung bedarf. Wenn Sie sich für einen Welpen entschieden haben, informieren Sie sich beim Tierarzt über seriöse Zuchten.
Lassen Sie grundsätzlich Ihren neuen tierischen Hausbewohner in Ihrer Tierarztpraxis untersuchen.
Übrigens: der Verband für Deutsches Hundewesen (im Internet:www.vdh.de) liefert viele Tipps zum Hundekauf, eine Checkliste, mit der der Laie eine seriöse Zucht erkennt, sowie Adressen von Züchtern.