Katzen Kastration Katzen: Kastration ist aktiver Tierschutz

Katzen: Kastration ist aktiver Tierschutz

In der Natur werden Katzen im Frühjahr und Sommer mehrmals paarungswillig (polyöstrisch). Unkontrollierter Nachwuchs bedeutet jedoch in letzter Konsequenz, dass noch mehr Tiere ohne weitere Versorgung umherstreunern oder im Tierheim ihr Dasein fristen.

 

Jeder Tierfreund weiß: Kastration bedeutet aktiver Tierschutz. Zumal der Tierhalter damit auch der Katze hilft, ein entspanntes und längeres Leben zu führen. Denn je nach Rasse sind die Tiere bereits zwischen fünf und neun Monaten geschlechtsreif. In der so genannten „Rolligkeit“ oder „Raunze“ wird das Tier unruhig, wälzt sich, schreit. Eine stressreiche Situation für Tier und Halter. In der Regel kehrt die Rolligkeit alle 15-28 Tage wieder. Bei Wohnungskatzen kommt oft eine „Dauerrolligkeit“ vor – eine Gebärmutterentzündung ist hier häufig die Folge.

 

Kastration statt Sterilisation

 

Bei einer Sterilisation werden lediglich die Eileiter der Katze durchtrennt. Danach ist das Sexualverhalten des Tieres aber unverändert. Auch die Risiken für Gesäugetumore und Gebärmuttererkrankungen bleiben. Deshalb führen Tierärzte auch bei einer Katze eine Kastration durch, das bedeutet Eileiter und Gebärmutter werden komplett entfernt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Die Eierstöcke werden in der Regel aus dem Bauch vorgelagert und mit feinem resorbierbarem (der Faden löst sich mit der Zeit auf) Nahtmaterial abgebunden und dann abgetrennt. Dann wird der Bauch wieder geschlossen, zunächst wird die Muskelschicht des Bauches und anschließend mit einer weiteren Naht die Haut verschlossen. Der innere Hautfaden löst sich auf, der äußere wird nach 10 Tagen wieder gezogen. Gibt ein Tierhalter seine Katze zur Kastration in die Praxis, hat er sie in der Regel nach einigen Stunden wieder. Die Tiere sind nach dem Eingriff meist schnell wieder fit. Große Sprünge sollte die Katze zu Beginn nicht machen. Auch sollte das Tier kurz nach der OP nicht gefüttert werden.

 

Die Vorteile einer Kastration

 

Kastrierte Katzen werden weitaus älter als ihre unkastrierten Artgenossinnen: Sie streunen weniger umher und sind deshalb weniger Gefahren ausgesetzt. Die Tiere müssen den Hormonstress nicht mehr ertragen, sind meist sozialverträglicher. Ein kastriertes Tier wird nicht zwangsläufig dick – das hängt vom Halter ab: Bei der Fütterung muss bedacht werden, dass die Tiere durch die hormonelle Umstellung weniger Futter benötigen. Ihre Tierarztpraxis berät Sie gerne!

 

Kastration des Katers

 

Auch männliche Tiere sollten kastriert werden. Denn: Zu viele kleine Kätzchen warten im Tierheim auf ein neues Zuhause oder leben zum Teil unversorgt auf der Straße. Auch für Kater gilt: Nach der Kastration entfällt der Stress der Revierkämpfe. Die Tiere legen keine großen Strecken zurück und haben die Chance auf ein längeres Leben.