Begegnung mit dem Fremden

Auf meiner Odysee durchs Wohngebiet und Suche nach meinem Zuhause irrte ich wieder mal nach einer schlaflosen Nacht durch die Gegend.

Erst einmal frühstücken beim Nachbarn: Er stellt regelmäßig eine Schale Katzenfutter raus für seinen freilaufenden Kater. Da die alte Samtpfote sich nicht blicken lässt, bekomme ich den Zuschlag. Dann erst einmal Kräfte sammeln für den Vormittag: Hierzu suche ich mir ein sicheres Plätzchen. Unter einem Strauch am Geräteschuppen halte ich ein kleines Schläfchen.

Prompt höre ich ein eigenartiges Geräusch, ein Rascheln... Der alte Nachbarskater ist es nicht. Eine Maus ist es auch nicht, aber es hat eine ähnliche Größe. Keine Gefahr, aber interessant. Seine Bewegungen sind doch recht eigenartig, eher hüpfend. Ich verlasse meinen Platz unter dem Strauch und schleiche mich langsam heran. Solch ein Wesen habe ich noch nie entdeckt. Menschen sprechen von einer „Kröte“. Ich nenne ihn Oskar. Mit großen Augen schaut er mich an. Ich durfte ihn beschnuppern, mutig hüpfte er nicht gleich davon und studierte mich einen Moment. Ich hatte kurz den Eindruck, dass er lächelte ... Schon wieder etwas gelernt: Das Kennenlernen des Unbekannten erweitert Horizonte und manchmal entstehen sogar Freundschaften

... Euer Elvis