Sie sind hier: Startseite > Katzen > Kastration
Kastration der Katze: Prophylaxe & Tierschutz
Foto
www.bs-fotodesign.de
Kastration der Katze:Prophylaxe & Tierschutz
In der Natur werden Katzen im Frühjahr und Sommer mehrmals paarungswillig (polyöstrisch). Eine Katze ist dann äußerst fruchtbar. Unkontrollierter Nachwuchs bedeutet aber, dass noch mehr Tiere ohne weitere Versorgung umherstreunen oder im Tierheim ihr Dasein fristen. Jeder Tierfreund weiß: Kastration ist aktiver Tierschutz. Zumal der Tierhalter auch der Katze hilft, ein entspanntes und längeres Leben zu führen.
Je nach Rasse sind die Tiere bereits nach fünf bis neun Monaten geschlechtsreif. In der so genannten „Rolligkeit“ wird das Tier unruhig, wälzt sich, schreit und markiert häufig mit Urin. Eine stressreiche Situation für Tier und Halter. In der Regel kehrt die Rolligkeit alle 15-28 Tage wieder. Liegt eine „Dauerrolligkeit“ vor, ist das Tier gesundheitlich gefährdet – eine Gebär-mutterentzündung ist z.B. oft die Folge.
Kastration statt Sterilisation
Bei einer Sterilisation werden lediglich die Eileiter der Katze durchtrennt. Hier wäre das Sexualverhalten des Tieres aber unverändert. Auch die Risiken für Gebärmuttererkrankungen bleiben. Deshalb führen Tierärzte bei einer Katze eine Kastration durch, d.h. Eileiter, Eierstöcke und evtl. auch Teile der Gebärmutter werden entfernt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose.
Wie verläuft der Eingriff?
In der Regel wird die Bauchhöhle mit einem kleinen Schnitt geöffnet, die Eierstöcke werden dann aus dem Bauch vorgelagert, abgebunden und abgetrennt. Danach erfolgt der Verschluss der Bauchdeckenmuskulatur und der Haut. Für die Hautnaht werden in der Regel Fäden oder Klammern verwendet, die dann nach einigen Tagen entfernt werden. Gibt ein Tierhalter seine Katze zur Kastration in die Praxis, hat er sie in der Regel nach einigen Stunden wieder. Die Tiere sind meist nach dem Eingriff wieder schnell fit. Ihr Tierarzt erklärt Ihnen, was Sie beachten müssen.
Die Vorteile einer Kastration
Kastrierte Katzen werden bei weitem älter als unkastrierte Tiere, denn sie sind häuslicher und weniger Gefahren (Verletzungen, Infektionen) ausgesetzt. Die Tiere müssen den Hormonstress nicht mehr ertragen, sind meist sozialverträglicher. Und: Ein kastriertes Tier wird nicht zwangsläufig dick! Ihre Tierarztpraxis berät Sie gerne bei der Futterumstellung.