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Entwurmung auch für Wohnungskatzen
Entwurmung auch für Wohnungskatzen
Auch Wohnungskatzen sollten regelmäßig entwurmt werden. Wie oft die Anwendung bei Ihrem Tier empfehlenswert ist, erfahren Sie in Ihrer Tierarztpraxis. Aufgrund einer Studie des Instituts für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover wird sogar empfohlen, reine Wohnungskatzen viermal im Jahr zu entwurmen. In dieser Untersuchung haben die Besitzer von Katzen, bei denen Spulwürmer nachgewiesen wurden, einen Fragebogen ausgefüllt. Dabei zeigte sich, dass es kaum einen Effekt hat, wenn eine Katze einbis zweimal jährlich entwurmt wird. Erst wenn die Wurmkur drei- bis viermal jährlich stattfindet, sinkt der Anteil betroffener Tiere. „Katzen nur hin und wieder zu entwurmen, vermittelt falsche Sicherheit“, mahnt Dr. Christian Epe vom Institut für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Er macht deutlich, dass es nicht nur darum geht, das einzelne Tier, sondern auch den Menschen vor einer Übertragung der Parasiten zu schützen. Wie wichtig eine Entwurmung auch bei reinen Wohnungskatzen ist, zeigen die Zahlen zur Haltungsform. Denn fast 20 Prozent der Katzen, also jedes fünfte Tier, hatte Würmer, obwohl es nach Angaben seiner Besitzer niemals draußen war. Mögliche Ansteckungsquellen sind infektiöse Wurmstadien, die vom Menschen z.B. an den Schuhen in die Wohnung getragen werden und in Fußmatten oder Teppichen hängen bleiben. Dafür muss der Mensch keinen direkten Umgang mit anderen Katzen haben, sondern einfach nur über einen Bordstein gehen, der mit Wurmeiern kontaminiert ist
Nur die regelmäßige Anwendung ist effektiv
Alternativ zur regelmäßige Entwurmung lassen manche Besitzer Sammel-Kotproben untersuchen, das Tier aber nur dann behandeln, wenn Hinweise auf einen Wurmbefall gefunden werden. „Sicherheit geben erst Untersuchungen in einem Abstand von mindestens vier Wochen, also 12-mal pro Jahr“, erklärt der Parasitologe. Also ist die regelmäßige Entwurmung der bessere Weg.