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Zähne sollten regelmäßig kontrolliert werden
Zähne sollten regelmäßig kontrolliert werden
Von unserem Gast-Autor Dr. Rolf Spangenberg
Katzen sind auf ihre spitzen Zähne angewiesen, wenn sie in freier Natur ihre flinke Beute jagen. Hauskatzen ziert ein gepflegtes Gebiss. Deshalb wirkt es erschreckend, wenn Mieze nur noch zögernd speist und ein flüchtiger Blick ins Mäulchen neben entzündetem Zahnfleisch mehr oder weniger zerstörte Zähne zeigt. Der Tierarzt wird nicht begeistert sein und eine Behandlung beginnen, die immer wieder zu Rückfällen führen kann. Die tierärztliche Diagnose: Neck Lesion oder Feline Odontoclastic Resorptive Lesion – als FORL abgekürzt. Damit bezeichnet man eine fortschreitende Zerstörung der Zahnsubstanz unbekannter Ursache (Immunschwäche – Virusinfektion – Stoffwechselstörung?). Was ist zu tun? Der Tierarzt wird angebrochene Zähne ziehen, wie beim Menschen Füllungen anbringen und vor allem die noch gesunden Zähne mit einem konservierenden Lack überziehen. Weil damit selten eine Heilung gelingt, wechseln enttäuschte Tierhalter öfter ihren Tierarzt. Damit tun sie ihm aber Unrecht, denn auch der „Neue“ kann keine Wunder bewirken.
Bakterienbelag kann innere Organe schädigen
Es gibt einen schwachen Trost: Hauskatzen sind auf ihre Zähne nicht unbedingt angewiesen, weil sie in der Wohnung nicht jagen müssen! Die Bröckchen im handelsüblichen Dosenfutter können problemlos heruntergeschluckt werden. Deshalb lassen sich selbst Katzen mit fast völlig zerstörtem Gebiss noch ausreichend ernähren und werden alt. Wichtig: Kranke Zähne tun den Katzen nicht nur weh, sie schädigen durch den Bakterienbelag mit seinen Giften auch das Herz! Daher ist es wichtig, eine tierärztliche Behandlung durchzuführen, die zumindest zur Schmerzfreiheit führt!
Deshalb: Beobachten Sie Ihr Tier genau und lassen Sie regelmäßig das Gebiss kontrollieren. Denn Früherkennung erspart umfangreiche Behandlungen.