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Hautschäden durch UV-Licht vermeiden

Freigängerin Charlotte hat rötliche Veränderungen und kleine Schuppen an ihren Ohrenspitzen. Kein Grund zur Sorge? Frauchen entscheidet sich für einen Check beim Tierarzt. Eine gute Entscheidung, denn bei Charlotte diagnostiziert der Tierarzt „Aktinische Keratose“, die in eine Hautkrebserkrankung münden kann.

Eine zentrale Rolle spielt UV-Licht, das an wenig behaarten, unpigmentierten Stellen zu Zellschäden führen kann, wie z.B. Nase, Augenlider oder an Ohrspitzen. Leicht wird diese Hautveränderung vom Tierbesitzer übersehen oder als harmlos eingeschätzt. Eine aktinische Keratose sollte unbedingt behandelt werden, kann sie sich doch in ein so genanntes Plattenepithelkarzinom weiterentwickeln. Es ist der am häufigsten vorkommende bösartige Tumor der Haut bei der Katze. Vorwiegend sind ältere Tiere, über acht Jahre, betroffen. Das Karzinom ist meist gerötet, krustig und schmerzhaft. Oftmals sind verschiedene Therapien möglich, die individuell angepasst werden müssen. Meist kann das Karzinom am Ohr chirurgisch entfernt werden und es ist möglich, eine Heilung zu erzielen. Dennoch: Bis zu einem Plattenepithelkarzinom muss man es nicht kommen lassen und die Hautpartien seines Freigängers hin und wieder näher betrachten, um Schlimmeres zu vermeiden.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, sollten Sie das Gefühl haben, ihre Katze hat empfindliche Hautpartien. Die wirksamste Prophylaxe ist eine spezielle Sonnenschutzcreme, die Sie bei Ihrem Tierarzt bekommen.

Katze  Charlotte bekommt seit ihrer Diagnose im Freien ihre Sonnencreme, um einer Tumorbildung vorzubeugen. Übrigens: Liegen Wohnungskatzen gerne auf der Fensterbank in der Sonne: Fensterglas blockt UV-Licht nicht komplett ab. Ein Tipp: Es gibt im Handel UV-blockende Klebefolien für Fenster.

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