Leishmaniose: Vor dem Urlaub Vorsorge treffen

Harmlos und leise kommt sie daher und bringt eine für Hunde gefährliche Erkrankung mit: Die Sandmücke. Mit ihrem Stich überträgt sie Parasiten namens Leishmanien, die zunächst die Blutzellen infizieren und dann die Organe des Hundes angreifen.
 

Auch wenn die Leishmaniose nur in der Mittelmeer-Region vorkommt, sollten Tierhalter nicht dem Irrglauben verfallen, dass es Sandmücken am Meer gibt. Direkt am Ufer findet man sie eher selten. In allen übrigen Bereichen bis 1000m Höhe sind sie jedoch in ganz Spanien, Griechenland, der Türkei, Portugal, Südfrankreich, Italien, einschließlich Norditalien und auf den Balearen heimisch und können Leishmaniose übertragen.

 

Nach aktuellen Untersuchungen breitet sich die Erkrankung vom Mittelmeerraum in Richtung Norden aus und auch die Gebiete des ehemaligen Jugoslawien sind von der Leishmaniose betroffen. Vor der Urlaubsreise in diese Regionen wird Tierhaltern daher geraten, rechtzeitig ihren Tierarzt aufzusuchen und sich über Vorsorgemaßnahmen beraten zu lassen. Hierbei geht es um eine umfassende Parasitenprophylaxe. Ganz neu besteht zusätzlich die Möglichkeit, das Tier zur Prophylaxe gegen Leishmaniose zu impfen. Hier muss der Tierhalter rund zwei Monate vor dem Urlaub vorsorgen: Bei der Impfung gegen Leishmaniose stehen drei Impfungen im Abstand von je drei Wochen an. Bei diesem Impfstoff werden keine Krankheitserreger zur Antikörperbildung verwendet, sondern lediglich Proteine, die eine zelluläre Immunantwort gegen den Parasiten erzeugen. Das heißt, der Impfstoff enthält keine Leishmanien.

 

Trotz Impfung ist es sinnvoll, das Risiko für den Hund weiter zu minimieren und eine Prophylaxe gegen den Überträger durchzuführen. Ebenso sollten Hunde in der Dämmerung morgens und abends im Haus bleiben, da Sandmücken in dieser Zeit am aktivsten sind.

 

Größte Ansteckungsgefahr von Juni bis September

Gerade in den heißen Monaten von Juni bis September ist die Ansteckungsgefahr am größten. Die Symptome der Leishmaniose sind unter anderem Haarausfall (vor allem um die Augen), Haut-, Krallen- und Augenerkrankungen, Appetitlosigkeit, Lähmungen, Gewichtsverlust, Veränderungen des Blutbildes und Erkrankungen der inneren Organe. Im späten Stadium kann sich ein Nierenversagen entwickeln, das zum Tod führen kann. Kommt es zum Ausbruch der Erkrankung, ist Leishmaniose oft nicht heilbar, die Symptome können allenfalls medikamentös gelindert werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass in Südwest-Europa über 2,5 Millionen Hunde mit der Krankheit infiziert sind.

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