Gut informiert zur Tollwutschutzimpfung?

 

Deutschland ist seit 2008 tollwutfrei, seitdem Füchse systematisch und flächendeckend mit Ködern geimpft wurden.

Tollwut wird daher nicht mehr als Gefahr wahrgenommen. In vielen Regionen der Welt ist Tollwut aber ein ernstes Problem, das auch Reisende treffen kann.

 

Gerade in typischen Urlaubsländern wie der Türkei, Serbien, Marokko oder Thailand ist die Tollwut immer noch ein Risiko, denn sie wird dort vor allem durch die vielen streunenden Hunde übertragen. Im europäischen Reiseverkehr ist die Impfung bei Hund, Katze und Frettchen Vorschrift und wird über den EU-Heimtierausweis dokumentiert.

Bundestierärztekammer empfiehlt routinemäßige Impfung

Dank neuer Entwicklungen auf dem Impfstoffmarkt gibt es heute Tollwutimpfstoffe, die bis zu drei Jahren Schutz bieten. Diese neuen Impfstoffe werden inzwischen auch von den Behörden anerkannt. „Halter sollten Hunde und Katzen routinemäßig gegen Tollwut impfen lassen. Gerade der aktuelle Tollwutfall zeigt, wie wichtig ein Impfschutz ist, da das Virus jederzeit nach Europa eingeschleppt werden kann“, so Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Im Landkreis Bamberg wurde im Sommer bei einem jungen Hund, der von Marokko nach Deutschland eingeführt worden ist, Tollwut festgestellt.

 

Das Tückische an der Tollwut: Ist die anzeigepflichtige Erkrankung einmal ausgebrochen, gibt es keine medizinische Behandlung mehr, sie führt immer zum qualvollen Tod. Tiere ohne ausreichenden Impfschutz müssen im Falle eines Ansteckungsverdachts getötet werden.

 

Für Menschen ist die einzige lebensrettende Maßnahme nach einem tollwutverdächtigen Tierkontakt eine sofortige Impfung, die sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP). Die Bundestierärztekammer warnt Reisende außerdem davor, fremde oder streunende Hunde anzufassen. Das gilt besonders für Tiere, die sehr zutraulich sind, auch wenn sie auf den ersten Blick gesund aussehen. Bereits bei einer Hautabschürfung kann das Virus übertragen werden. Insbesondere Kinder müssen davon abgehalten werden, hilflose Tiere oder niedlich aussehende Welpen zu streicheln.

 

Darüber hinaus rät die BTK Individualoder Rucksackreisenden in afrikanische Länder, Asien oder Südamerika sicherheitshalber zu einer Tollwutschutzimpfung. Auch Personen, die dort aus beruflichen Gründen mit Tieren Umgang haben, sollten sich vorab impfen lassen.

Text-Quelle: www.bundestieraerztekammer.de
 

 

 

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