Staupe beim Wildtier: Hoch infektiös für Hunde

Die Virusinfektion Staupe ist in den letzen Monaten wieder vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit getreten.

Z.B. sind Fuchs, Dachs, Wolf, Marder, Nerz, Wiesel, Seehund und Waschbär in der freien Natur betroffen. Da sich die Tiere häufiger in der Nähe von Wohngebieten und Wäldern aufhalten, ist eine Ansteckungsgefahr für Hunde durchaus gegeben. Jagdhunde sind besonders gefährdet. Staupe ist eine hoch ansteckende und in der Regel tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Vierbeiner können sich oral (durch Fressen des Kots) oder auch durch Tröpfcheninfektion infizieren.

Als Tierhalter ist es deshalb wichtig, im Impfpass die aktuellen Impfungen zu überprüfen oder Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten. Der Tierarzt impft in der Regel gegen Parvovirose, Staupe, HCC (Hepatitis contagiosa canis),  Leptospirose und Tollwut. Bei Welpen oder der Erst-Impfung erfolgt eine Grundimmunisierung. Für die Wiederholungsimpfungen nach abgeschlossener Grundimmunisierung gibt es verschiedene Intervalle. Laut der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StlKO Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut gelten in Deutschland seit Änderung der Tollwutverordnung vom 20.12.2005 die in den Gebrauchsinformationen der Impfstoffe genannten Wiederholungsintervalle der Tollwutimpfung von 2 bis 3 Jahren (je nach Impfstoff).

Bei Parvovirose, Staupe, HCC sind nach der Grundimmunisierung Wiederholungsimpfungen „in dreijährigem Rhythmus nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend“, so das Friedrich-Loeffler-Institut. Zu beachten ist hierbei stets, welche Intervalle der Impfstoff-Hersteller vorgibt. Bei Leptospirose sei eine jährliche Auffrischung zu empfehlen. Impfungen gegen Borreliose, Leishmaniose, Pilzinfektionen, Zwingerhusten empfiehlt der Tierarzt je nach Lebensumständen und/oder aktueller Seuchenlage. Zu den Symptomen der Viruserkrankung Staupe zählen u.a. eine hohe Körpertemperatur, Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Nasen- und Augenausfluss. Bei fortschreitender Erkrankung erfolgt ein Organbefall.©www.presse-punkt.de

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