Helfen Sie Ihrem Tier, Stress zu vermeiden

Feiertagstrubel, viele Gäste und laute Böller – die Weihnachtstage und Silvester sind für die meisten Tiere mit Stress verbunden.

Einige Tiere ziehen sich zurück, andere sind unruhig. Möglich sind auch Zittern, übermäßige Fellpflege oder gar Durchfall. Hilfreich können Vitalkuren sein, die auf rein natürlichen Inhaltsstoffen basieren und in der Praxis/Klinik zu bekommen sind.

Unabhängig davon, rät Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer: „Um den Tieren etwas von der permanenten Anspannung zu nehmen, können die Tierhalter mit einem Tierarzt besprechen, welche angstlösenden Medikamente zur Beruhigung des Tieres eingesetzt werden können.“ Zusätzliche Tipps helfen dabei, die Feiertage fürs Tier entspannter zu gestalten: Bevor der Besuch kommt oder auch am Silvesterabend sollten Hunde und Katzen ausgiebig gestreichelt und mit ihnen gespielt werden. Denn körperliche Zuwendung lindert Stress. Stubenvögel erschrecken weniger, wenn der Käfig mit einem Tuch abgedeckt wird. Für Katzen ist ein vertrautes, ruhiges Zimmer als Rückzugsort ideal.

Hunde fühlen sich in der Regel in der Nähe ihrer Bezugspersonen am Wohlsten. Ein bequemer Liegeplatz abseits des Geschehens kann ihnen helfen, zur Ruhe zu kommen. Die alltägliche Routine, wie feste Fütterungs- und Gassizeiten, gibt Tieren Sicherheit. Besonders an den Tagen rund um Silvester sollten Hunde vorsorglich nicht in den Freilauf entlassen werden. Freigängerkatzen bleiben am besten in der Wohnung. Hilfsmittel gegen Silvesterstress gibt es zahlreiche. Dazu gehören z.B. Thunder Shirts, Bodys, die durch Kompression beruhigend wirken sollen, oder „Mutt Muffs“, Gehörschutz für Hunde.

Ob die Maßnahmen effektiv sind, hängt von der Individualität des Tieres ab. Wer rechtzeitig daran denkt, kann mit speziellen Geräusch-CDs vielleicht eine Desensibilisierung bei seinem Vierbeiner erreichen. Ansonsten gilt: das Tier nicht alleine lassen, Radio oder Fernsehen einschalten, um die Geräusche von außen zu mindern, ggf. die Rollläden runterlassen, selbst Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen, fürs Tier da (Kontaktliegen) sein ohne die Angst zu bestärken (z.B.: Loben in Stressphasen).


Textinformation:  https://www.bundestieraerztekammer.de | Zusatzinformationen: https://www. bayervital.de

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