022026_Elvis

Kater Elvis erzählt: Ausgetrickst

Ab und zu möchte ich auch mal etwas Frisches im Napf. Also, ich meine, nicht immer dieses Dosenfutter – ist ja alles sehr gehaltvoll und schmackhaft. Dennoch: Gegen ein schönes zart gekochtes Hähnchen-Geschnetzeltes habe ich nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil: Das gehört unbedingt auf den Speiseplan!

Letztens war es wieder so weit: Herrlich, dieser Duft, die Vorfreude auf das weiße, zarte Fleisch. Sie müssen wissen, dass ich ein Genießer bin. Deshalb habe ich ein festes Ritual, wie ich mein Gourmetfressen verzehre. Mein menschliches Personal weiß genau: Die erste kleine Portion pflege ich auf einmal zu verspeisen, die zweite teile ich mir dann ein wenig ein und gehe zwischendurch mal in den Garten. Das war dieses Mal fatal.

Da ist dieser Hund. Heimlich schleicht er sich an meinen Napf und futtert in Windeseile, aber genüsslich mein Hühnchen. Zu allem Überfluss hat er auch noch mit seiner Zunge die ganze Keramik abgeschleckt. Und wo war Frauchen? Na? Nicht da, wenn man es braucht! Fassungslos schaue ich in den leeren Napf. Ich hätte schwören können, dass ein Lächeln um Hundis Schnauze huschte… Euer Elvis