Sommerzeit ist Grillzeit – und so mancher Hund wartet geduldig darauf, dass etwas vom Tisch abfällt. Doch Vorsicht: Übrig gebliebene Knochen vom Grill gehören nicht in den Hundenapf!
Vor allem gekochte, gebratene oder geschmorte Knochen können leicht splittern. Scharfkantige Knochenteile können Verletzungen im Maul, in der Speiseröhre oder im Magen-Darm-Trakt verursachen. Im schlimmsten Fall kann die Darmwand durchstoßen werden. Dadurch können Darminhalt und Bakterien in die Bauchhöhle gelangen und eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung auslösen.
Auch ohne Verletzung können Knochen problematisch sein: Größere Stücke können im Verdauungstrakt stecken bleiben und zu einem Darmverschluss führen. Häufig kommt es außerdem zu schmerzhaften, sehr harten Kotabsätzen bis hin zu einer Verstopfung, die tierärztlich behandelt werden muss. Ebenfalls gut zu wissen: Fettige Fleischreste können Magen-Darm-Beschwerden verursachen und bei empfindlichen Hunden eine Bauchspeicheldrüsenentzündung begünstigen. Gewürzte oder marinierte Speisen enthalten zudem häufig Zwiebeln, Knoblauch oder andere Zutaten, die für Hunde unverträglich oder sogar giftig sein können. Auch Maiskolben, Holzspieße und Grillreste sollten niemals unbeaufsichtigt sein.
Hat Ihr Hund größere Mengen Knochen gefressen oder zeigt er danach Erbrechen, Bauchschmerzen, einen aufgeblähten Bauch, Unruhe oder setzt keinen Kot mehr ab, sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis/Tierklinik kontaktieren. Auch bei Würgen, starkem Speicheln oder Schluckbeschwerden ist eine schnelle Untersuchung wichtig. Je nach Situation können Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen notwendig sein.
Auch rohe Knochen sind nicht grundsätzlich harmlos. Besonders Röhrenknochen bergen Verletzungs- und Verstopfungsrisiken. Bei Mark- oder Sandknochen besteht zudem die Gefahr, dass sich der Unterkiefer darin verkeilt. Am sichersten ist es daher, Knochen und Grillreste für den Hund unerreichbar aufzubewahren – und ihm stattdessen einen hundegerechten Snack anzubieten.






